Die AG Wurmtal
ist eine gemeinnützige, überparteiliche und ehrenamtlich tätige Umweltgruppe, die seit September 1982 besteht
und deren Mitglieder und Interessenten aus Würselen, Herzogenrath und umliegenden Ortschaften kommen.
Die AG Wurmtal besteht aus über 15 aktiven Personen und verzeichnet insgesamt rd. 80 Interessenten und Freunde
weit über den Herzogenrather- Würselener Raum hinaus. Vertreten sind Personen allen Alters und verschiedener
Fachrichtungen.

Foto: Werner Schneider |
Mitglieder der AG Wurmtal beim Arbeitseinsatz |
Der Naturschutz wird häufig am Schreibtisch durchgeführt. Die Arbeitsgemeinschaft Wurmtal leistet jedoch darüber
hinaus noch genügend "Handarbeit", dies sind unter anderem der Schnitt und die Pflege von Kopfweiden.
Wichtigster Teil der Arbeit der AG Wurmtal ist der Biotopschutz. Biotopschutz betreibt die AG Wurmtal zum
Beispiel durch Sicherstellung von bedrohten Flächen. So wurden bereits 1985 die ersten Feuchtgebiete im Wurmtal
angepachtet.
Zwischenzeitlich betreut die AG Wurmtal 9 Gebiete. Dies sind Sumpfflächen, Feuchtgebiete, Weidewiesen und
Trockenrasen an verschiedenen Stellen im Wurmtal mit einer Gesamtfläche von insgesamt 13,1 ha.
Das größte Gebiet, eine ehemals intensiv ackerbaulich genutzte Fläche in der Wurmtalaue unterhalb von
Bardenberg-Pley mit rd. 5,2 ha, wurde in eine extensiv bewirtschaftete Weidewiese umgewandelt und von der
AG Wurmtal seit 1994 naturschutzfachlich betreut.

Foto: G. Kalinka |
Pachtgebiet der AG Wurmtal unterhalb von Bardenberg-Pley |
Bei den frühjährlichen Kontrollen der gepachteten Flächen müssen unter anderem Weidezäune repariert werden, die
die geschützten Bereiche von den angrenzenden, landwirtschaftlich genutzten Flächen absichern. Das Setzen von
Eichenspaltpfählen und Spannen von Stacheldraht ist harte Arbeit, die die Mitglieder in ihrer Freizeit
ehrenamtlich und mit eigenen Mitteln bestreiten.
Mit ihren Landwirts-Nachbarn hat die AG Wurmtal ein gutes Einvernehmen, das nicht vom üblichen
Naturschutz/ Landwirtschaftskonflikt geprägt ist.
| Arbeitseinsatz der AG Wurmtal |

Foto: AG Wurmtal |
Der Amphibienschutz ist seit der Gründung der AG Wurmtal im Jahre 1982 ein Schwerpunkt der Naturschutzarbeit.
Hier handelt es sich einerseits um Maßnahmen zum Schutz der heimischen Amphibien, den Schutz der Laichgewässer
und der Winterquartiere, aber auch Betreuung von Krötenzäunen während der Amphibienwanderung.
Bei der Krötenzaunaktion an der Bardenberger Mühle wurden so zum Beispiel seit 2002 nahezu 14.000 Amphibien
vor dem Überfahren gerettet. Gleichzeitig wurden die Amphibienbestände kartiert und erfasst und die Vorkommen
den Umweltbehörden mitgeteilt.
Die AG Wurmtal betreut über 300 Nistkästen für Vögel und andere Höhlenbrüter im Wurmtal. Bei den jährlichen
Kontrollen wird regelmäßig eine ca. 70-80 %ige Belegung registriert. Diese Arbeit erfolgt seit 1982, und da
bereits von Anfang an genaue Aufzeichnungen durchgeführt wurden, gibt es eine jahrzehntelange Dokumentation
über den Bruterfolg dieser Naturschutzmaßnahme.
Spezielle Themen werden in Einzelveranstaltungen der Öffentlichkeit näher gebracht. Mehrmals im Jahr führt die
AG Wurmtal Exkursionen für interessierte Bürger durch, bei denen Wissenswertes über das Naturschutzgebiet
Wurmtal vermittelt wird.
Im Rahmen einer intensiven Jugendarbeit wird dieses Wissen insbesondere gerne an Kinder in Kindergärten und
Schulklassen weitergegeben.

Foto: AG Wurmtal |
Naturführung einer Grundschulklasse |
Die Gruppe beteiligt sich darüber hinaus auch an Aktionen und Veranstaltungen benachbarter Naturschutz- Organisationen.
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